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Mir fehlen die Worte

Text: Irmgard Bayard

Manchmal und immer öfter fehlen mir Worte. Meistens kommen sie nach einer kurzen Zeit. Oder Menschen aus meiner Umgebung, die sich bereits daran gewöhnt haben, helfen mir beim Finden, bevor sie den Weg aus meinem Mund gefunden haben.

(Fortsetzung)

Das ist nicht neu. Bereits vor rund 20 Jahren liess ich dieses Problem der damals allerdings noch weniger stark auftretenden Einschränkung, aber einhergehend mit Kopfschmerzen, im Spital abklären. Der Befund: «Alterskonform. Es fehlen eindeutige Beweise für eine narkoleptische Störung oder Epilepsie.» Die Symptome seien eher eine Folge von seit Jahren bestehender und wiederkehrender Depressionen.

Also liess ich es dabei bewenden. Wenn schon der Neurologe nichts findet….

Nun sind diese fehlenden Wortfindungen jedoch stärker. Bisher nur im mündlichen Bereich, nicht aber beim Schreiben eines Artikels. Dort konnte ich bis vor kurzem problemlos fliessende Sätze schreiben, ohne kaum je nach Worten oder Begriffen suchen zu müssen. Bis vor kurzem. Nun gibt es Tage, an denen ich auch beim Schreiben nicht auf Anhieb die richtigen Ausdrücke finde. Glücklicherweise sind diese noch selten.

Klar, man kann davon ausgehen, dass sich das Alter immer mehr bemerkbar macht, auch wenn ich «erst» 73 bin. Aber Angst macht dieser Umstand trotzdem und eine erneute Untersuchung steht wohl in diesem Jahr an. Aber ob es mir mit einer vielleicht niederschmetternden Prognose besser gehen wird?

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