Text und Bild: Irmgard Bayard
Mit Dorette Balli aus Langenthal und Maya Eigenmann aus Madiswil haben zwei Frauen der GrossmütterRevolution die SP-Rose, den mit 1000 Franken dotierten Anerkennungspreis für soziales Engagement, erhalten.
(Fortsetzung)
Diese Auszeichnung der SP Oberaargau wird jährlich an noch aktive Mitglieder vergeben, welche sich seit Jahren für die Bevölkerung einsetzen. Im Jahr 2025 ging die Auszeichnung an zwei Frauen, die es mehr als verdient haben. Beide sind zudem aktiv bei der GrossmütterRevolution und gehören zu den Gründungsmitgliedern des RegioForums Oberaargau. Maya war nach dem Rückzug des Migros-Kulturprozentes beim Aufbau des eigenständigen Vereins der GmR involviert.
«Freue mich über die Anerkennung»
«Ich bin völlig überrascht und freue mich sehr über diese Anerkennung für die Arbeit während all den Jahren», so Dorette Balli. «Es ist ein wunderbarer Tag. Zuerst dieser wunderbare Film, der schon viel vom Leben über Freiwilligenarbeit, Solidarität und gegenseitige Unterstützung zeigt, und dann diese Ehrung.» Die 70-Jährige, pensionierte Sozialpädagogin, war schon früh in der SP und in der Gewerkschaft aktiv. Sie war unter anderem Mitglied der SP-Frauen und im kantonalen Vorstand, Stadträtin und Stadtratspräsidentin in Langenthal, Berner Grossrätin, organisierte Frauenstreiks mit und vieles mehr. Aktuell ist sie, zusammen mit Maya Eigenmann, Co-Präsidentin der SP 60+ Oberaargau-Emmental, Vorstandsmitglied des Gewerkschaftsbundes und der Gewerkschaft-Rentnerinnen- und Rentnergruppe sowie wie erwähnt Vorstandsmitglied des RegioForums Oberaargau der GrossmütterRevolution.
«Sprachlos und sehr erfreut»
«Ich bin völlig sprachlos und habe überhaupt nichts geahnt», sagte Maya Eigenmann. «Die Ehrung freut mich sehr und ich weiss, dass sie nicht selbstverständlich ist. Ich war immer und bleibe ein politscher Mensch. Gerade diese Vernetzung, wie wir sie hier finden, gibt mir viel Energie.» Die heute 72-Jährige, pensionierte Erwachsenenbildnerin politisierte ebenfalls früh, anfänglich bei der SP in Bern, fand aber deren Umgang mit den Frauen nicht optimal. «Erst als in Bern die SP-Frauensektion gegründet wurde, fand ich meine politische Heimat», erzählte sie in einem früheren Interview. Nach ihrem Umzug nach Madiswil war sie SP-Amtsverbandspräsidentin im damaligen Amt Aarwangen und kandidierte erstmals für den Grossen Rat. Sie war in verschiedenen Kommissionen ihrer Wohngemeinde und im Grossen Rat des Kantons Bern, allerdings in den Legislaturen vor Dorette Balli. Aber auch sie organisierte Frauenstreiks mit. Heute ist Maya Eigenmann zudem Präsidentin der Genossenschaft Zelgli, Wohnen im Alter, in Madiswil, und wie erwähnt Co-Präsidentin der SP 60+ Oberaargau-Emmental sowie im Vorstand der SP60+ Kanton Bern. Beiden Frauen in spezieller Erinnerung ist sicher ihr Mitwirken bei einem Kalender des VGmR, der kein Pirelli-Kalender war, sondern eine Sichtbarmachung von alten Frauen, die etwas zu sagen haben.
Wir gratulieren den beiden engagierten Frauen ganz herzlich.
Wir verwenden Cookies und ähnliche Technologien, um das Nutzererlebnis auf unserer Website zu verbessern. Durch die weitere Nutzung dieser Website stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies und ähnlichen Technologien zu. Mehr erfahren