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«Wir Frauen von Worb» - Ein Film über Zusammenhalt und Mut

Text und Bild: Irmgard Bayard

Am 9. November 2025 zeigte das RegioForum Oberaargau zusammen mit dem Frauenverein Worb im Kino Scala in Langenthal den Film «Wir Frauen von Worb». Zum anschliessenden Podium konnten wir altBundesrätin Simonetta Sommaruga und die Produzentin des Films, Edith Müller begrüssen.

(Fortsetzung)

Dieser Film setzt in einer Zeit, in der Individualisierung, Flexibilisierung und Mobilität eine immer wichtigere Rolle spielen, einen ermutigenden Kontrapunkt. Bodenständig und authentisch erzählt, weckt er Zuversicht und entlockt den Zuschauenden immer wieder ein Lächeln.

Speziell freute uns vom RegioForum die Teilnahme von altBundesrätin Simonetta Sommaruga, welche auf Einladung von Dorette Balli und mir am Podium teilgenommen hatte. Sie betonte denn auch, wie wichtig Frauensolidarität gerade in der Politik, aber auch im Berufsleben sei. Wie wenig sie zu Beginn ihrer Politkarriere als Frau beachtet worden sei, erzählte sie an einem Beispiel. «An einem Ständeratshearing lautete die Begrüssung ‘geschätzte Herren’. Damals störte mich vor allem, dass der Präsident daraufhin nicht reagiert hatte.» Es sei besser geworden. «Je mehr Frauen wir sind, desto eher werden wir wahrgenommen.» Sie bestätigte, dass sich bereits viel verbessert habe. «Wenn ich die Stimmen im Film höre, wie zum Beispiel Männer den Frauen das Arbeiten verboten haben, dann ‘tschuderet’ es mich. Vor allem wenn man bedenkt, dass dies noch gar nicht so lange her ist und unsere Mütter und Grossmütter dies noch erlebt haben.»

Das Team des RegioForums Oberaargau mit Gästen: obere Reihe, von links. Renate Lanz, Irmgard Bayard, Simonetta Sommaruga (altBundesrätin), Edith Müller (Produzentin), Priska Walser, Maya Eigenmann. Untere Reihe, von links: Irène Muster, Dorette Balli, Jana Fehrensen und Rosmarie Brunner (Präsidentin VGmR).
Das Team des RegioForums Oberaargau mit Gästen: obere Reihe, von links. Renate Lanz, Irmgard Bayard, Simonetta Sommaruga (altBundesrätin), Edith Müller (Produzentin), Priska Walser, Maya Eigenmann. Untere Reihe, von links: Irène Muster, Dorette Balli, Jana Fehrensen und Rosmarie Brunner (Präsidentin VGmR).

Edith Müller, die Produzentin des Films erzählte, wie die Idee zum Film entstanden ist. «Ich wurde im Verein angefragt, ob ich die Kulturgruppe übernehmen würde. Während den Reisen entstanden viele Eindrücke und man hörte Geschichten. Als ich einmal mit der Bahn durch Worb gefahren bin und die Landschaft betrachtet habe, kam ich auf die Idee, dies alles festzuhalten.» Für die Protagonisten habe es Mut gebraucht, aber sie waren mit Freude dabei. Dank diversen Sponsoren konnten sie das Projekt schliesslich realisieren. Auf die Frage von Dorette Balli, wie der 1951 gegründete Verein sich so lange so gut halten konnte, wies Edith Müller auf die gute Führung hin. «Zudem finanzieren wir zum Beispiel für Mitglieder Juniorkarten der SBB und unterstützen Projekte, vorwiegend im Dorf, aber auch ein Frauenhaus.» Das gebe Zusammenhalt.

Aus dem Publikum gab es im Anschluss viele Komplimente und ein grosses Merci für alle Beteiligten.
Aus dem Publikum gab es im Anschluss viele Komplimente und ein grosses Merci für alle Beteiligten.

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