Liebe Leserin, lieber Leser
Zum Zeitpunkt, als ich dieses Vorwort schrieb, war es draussen über 30 Grad heiss. Für mich ist das viel zu heiss und mein Kopf daher leer. Worüber schreiben? Über die herrschenden Kriege, das Erdbeben in Venezuela? Das ist zu traurig. Über die Fussball-WM? Interessiert mich zwar sehr, aber die Leserinnen und Leser vielleicht weniger. Also doch lieber über das Wetter. Das Bundesamt für Gesundheit BAG hat Verhaltensregeln rausgegeben. Auf dem Flyer steht, was wir eigentlich alle wissen aber vielleicht manchmal vergessen. Ausreichend Flüssigkeitszufuhr, körperliche Anstrengungen beschränken, leichte Kleidung, nachts Räume kühlen, Körper mit Dusche oder kalten Tüchern abkühlen, Körpertemperatur regelmässig überwachen, kalte erfrischende Speisen zu sich nehmen. – Machen wir doch alles, oder?
Nun zum Thema der Juli-Ausgabe: Migration und Alter. Wie in vielen anderen europäischen Ländern steigt in der Schweiz das Durchschnittsalter der Bevölkerung. Das ist nicht neu. Neuer ist hingegen, dass nun oft Menschen betroffen sind, welche in einem anderen Land geboren wurden und im Laufe ihres Lebens in die Schweiz kamen, wo sie nun alt geworden sind.
Über ihr Leben in Sri Lanka, ihre Flucht, das neue Leben in der Schweiz und ihre Integration erzählt die 63-jährige Tamilin Thavamani Thanabalasingam im Interview mit mir. Monika Fischer engagiert sich seit Jahrzehnten im Bereich der Migration und erzählt von ihrer Arbeit und von eigenen Erfahrungen im Ausland. Wie es sich in der Fremde anfühlt, weiss auch Marianne Stohler, wenn sie sich an ihre Zeit in Indonesien erinnert. Wie das Nationale Forum Alter und Migration und interunido Langenthal und Umgebung mit dem Thema umgehen und wie sie Betroffene erreichen – oder eben nicht – habe ich beim Kontakt mit ihnen erfahren. Wie der Kanton Zürich das Thema angeht, darüber berichtet Barbara Bischoff. Im Aktuell gibt Irene Leu einen kurzen Überblick über den geplanten CareDay und Marianne Stohler erzählt in Vernetzung über die Aktion Frauenstimmen in Wangen-Brüttisellen. In Gesehen, gehört informiert Monika Fischer über den Care-Tracker, mit dem unbezahlte Care-Arbeit sichtbar gemacht werden kann, und ich habe eine Ausstellung in Lenzburg entdeckt, welche 200 Frauen in den Vordergrund rückt. Im Weisch no? Erinnert sich Barbara Bischoff an ein Projekt im Dorf und an die Badibesuche in ihrer Kindheit und in Was mich beschäftigt berichtet Monika Fischer über Frauen, die sich im Bereich Migration engagierten und engagieren. Ein spezielles Thema beschäftigt Barbara Bischoff. Sie fragt sich in einem offenen Brief, weshalb so viele Frauen ihren Ursprungsnamen opfern und damit einen Teil ihrer Identität aufgeben.
Sie und auch wir vom Redaktionsteam freuen uns auf Antworten und Meinungen zum Brief von Barbara Bischoff, diesem Magazin, aber auch zu allen anderen Themen und über Rückmeldungen zu den Frauenweis(s)heiten.
Irmgard Bayard
und das Redaktionsteam mit Monika Fischer, Barbara Bischoff, Andrea Fetz, Bernadette Kurmann
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