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Ein unvergessenes Ereignis

Kinder können manchmal brutal sein zueinander. Die Erinnerung an ein in der Primarschule erfahrenes Mobbing von MitschülerInnen bleibt das ganze Leben.

(Fortsetzung)

Dass Gewalt nicht einfach physische Gewalt bedeutet, erlebte ich hautnah in der 6. Klasse. In dieser Klasse war ein weit entfernter Verwandter von mir unser Mathematiklehrer. In seiner Stunde mussten wir ein schönes Heft über alle wichtigen mathematischen Themen führen. Diese Hefte wurde gegen Ende des Semesters eingezogen und bewertet. Als die Hefte mit den Noten zurückkamen, wurde meine Heftführung besonders hervorgehoben. Die Klasse, oder mindestens deren Anführer, erklärten in der darauffolgenden Pause lautstark, dass die gute Bewertung meines Heftes nur auf meine Verwandtschaft mit dem Lehrer zurückzuführen sei. Sie forderten die Mitschülerinnen und Mitschüler darum auf, mit mir kein Wort mehr zu wechseln. So verbrachte ich die Pausen an diesem Tage ganz allein. Niemand sprach mit mir. Auf Fragen von mir erfolgte keine Antwort. Total niedergeschlagen machte ich mich am Ende des Unterrichts auf den Heimweg. Normalerweise zusammen mit ein paar anderen Mädchen, lief ich an diesem Tage alleine heim. Ich war total niedergeschlagen, weinte vor mich hin und fühlte mich schrecklich.

Dieses Erlebnis prägte sich mir sehr stark ein und noch heute spüre ich meinen Zustand, wenn ich an diese Episode denke. Diese hielt zum Glück nicht lange an. Schon am nächsten Tag sagten mir einige der Mädchen sie fänden das Ganze eigentlich gemein und sprachen wieder mit mir. Nach 1,2 Tagen war alles wieder wie vorher. Ich aber konnte das Ganze nie vergessen.

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