Haben Sie sich auch schon gefragt, ob Altersweisheit nicht ein Mythos ist, den wir uns besser abschminken sollten? Werden wir jemals reif fürs Alter? Ist die Begrenztheit des Lebens eine Zumutung oder eher Glück? Wie altersgerecht sind eigentlich altersgerechte Wohnformen? Und wo genau ist die Grenze zwischen Bevormundung und Unterstützung älterer Menschen?
Andrea Schafroth und Peter Schneider gehen in ihrem neuen Buch den tausend Aspekten des Älterwerdens und des Alters nach. Aus ihrem je persönlichen Blickwinkel diskutieren sie Fragen, über die ich selten oder nie nachgedacht habe.
Dabei werden Klischees über Bord geworfen, fixe Vorstellungen hinterfragt, überraschende Schlüsse gezogen und selbst unlösbare Widersprüche locker aufs Tapet gebracht. Die Autoren sezieren zudem subtile Formen der Altersdiskriminierung. Wie ist denn in unserer Gesellschaft der Diskurs übers Älterwerden geprägt? Stichwort Überalterung, Deckmantel demographische Besorgnis ... Werden wir im Alter vielleicht nur noch als pauschale Gruppe und gar nicht mehr in unserer Individualität wahrgenommen?
Das Buch ist ein engagiertes Plädoyer gegen die Tendenz, das Alter über einen Kamm zu scheren und darüber die simpelste aller Einsichten zu vergessen: Bedürfnisse sind und bleiben individuell.
Amüsant geschrieben, beschert mir dieses Buch so manche neue Perspektive. Statt mich künftig über dies
und jenes zu echauffieren, werde ich mir nun öfters sagen: «Für diesen Scheiss bin ich zu alt.»
© 2020 Lyn Fey
Andrea Schafroth / Peter Schneider – Jung bleiben ist auch keine Lösung.
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