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Verein GrossmuetterRevolution
Plattform und Think Tank für die Frauen
der heutigen GrossmütterGeneration

Liebe Frauen und Interessierte!

Habt ihr gewusst, dass mehr als 1500 Frauen immer wieder die Frauenweisheiten und den Newsletter lesen? Als wir uns der Zahl bewusst wurden, staunten und freuten wir uns sehr. Dieses Interesse ist eine Wertschätzung unserer Arbeit und ein grosses Geschenk.

Mit folgender Geschichte vom «Glück der wahren Dinge» aus dem alten Iran möchten wir uns bei euch allen herzlich bedanken. Die Geschichte zeigte auf, wie wir als Kinder Momente erlebten, in denen wir wunschlos glücklich waren und wie wir uns immer wieder an dieses Gefühl erinnern können. Manchmal braucht es wenig, um glücklich zu sein.

Das Glück der wahren Dinge

Das Glück der wahren Dinge

(Bild Pixabay "Vika Glitter")

Gerne erinnere ich mich an unsere Besuche bei meinen Grosseltern, in einer kleinen Stadt im Nordwesten vom Iran. Meine Grossmutter war eine sehr alte, weise Frau und bekannt als die beste Geschichtenerzählerin der Region. Als Kinder habe ich den Sinn ihrer Geschichten oft nicht verstanden. Aber ich liebte ihre Geschichten.

Sie sagte uns jeweils mit einem geheimnisvollen Lächeln: „Das verstehst du, wenn du etwas älter bist.“ Und so war es auch.

Mein Cousin und ich hatten als Kinder viel Spass im Kopf. Einmal ärgerten wir sie und es geschah etwas Unerwartetes. Sie wurde ganz ruhig, holte aus ihrer Rocktasche eine Münze und sagte: „Geht zum Laden um die Ecke, kauft euch ein paar frische Tomaten, setzt euch an den Bach und esst sie.“

Naja, für zwei Jungs im Alter von 7 und 8 Jahren klang das nicht gerade aufregend. Nichtsdestotrotz liefen wir zum Laden und kauften herrlich rote Tomaten und ein bisschen Salz. Wir setzten uns an einen schattigen Platz am Bach, wuschen die Tomaten im Wasser und fingen an sie genüsslich zu kosten. Ich biss immer ein kleines Stück ab, verteilte eine Prise Salz darauf und so ging es weiter, bis wir keine Tomaten mehr hatten.

Ich erinnere mich, wie mein Cousin und ich nebeneinander sassen und an das Gefühl, wie wir einfach wunschlos glücklich waren.

Heute, wenn ich eine Tomate esse, fühle ich mich in diese Situation versetzt. Ich schmecke die Tomate von damals und erlebe diesen Glücksmoment erneut. Dann schaue ich in den Himmel und sage: „Oma, jetzt weiß ich, was du damals gemeint hast.“


Überlieferte iranische Weisheit

Wir wünschen Euch viele « tomatige « Glücksmomente im Jahr 2024.

Im Namen des Vorstandes und der Geschäftsstelle,
Veronika Bossard


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