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Frauenweis(s)heiten

Frauenweis(s)heiten im Monat September 2024

Liebe Leserin, lieber Leser
Seit Jahren gehören drei verschiedene Orchideen zu unseren Hauspflanzen. Sie befinden sich in einer Krippe im Wohnzimmer und haben bereits einen Umzug hinter sich. Diese Pflanzen blühen jeweils abwechselnd, auch mal zwei gleichzeitig. Ich spreche jeweils mit ihnen und danke für ihre Pracht. Vor zwei Tagen nun stellte ich mit grosser Freude fest, dass alle drei Orchideen gemeinsam blühen. Welche Pracht!

Auch draussen ist es Ende August heisses Sommerwetter, die meisten Menschen sind gut gelaunt. Es ist eine Freude.

Eine Freude bei der Weltlage? Wo Kriege herrschen, nicht nur weit weg, sondern bedenklich nahe. Wenn der Bundesrat über den Neubau von AKWs nachdenkt und findet, die Schweiz tue genug im Bezug auf den Umweltschutz.

Ja, gerade deshalb freue ich mich über Kleinigkeiten, wie das Blühen von Orchideen oder über die vielen Jungen, die sich für eine bessere Welt einsetzen. Und die zahlreichen älteren und alten Frauen, die ihr Leben trotz schwierigen Bedingungen und Schicksalsschlägen meistern, nicht aufgeben und sich weiterhin für das Gute einsetzen.

Eine dieser Frauen ist die 73-jährige Regina Ammann, Pädagogin und Tänzerin aus Leidenschaft und engagiert unter anderem bei der GrossmütterRevolution. Ich durfte sie in ihrem Zuhause und dem Tanzstudio in Bern besuchen.

In ein paar Tagen stimmen wir über die BVG-Reform, also die berufliche Vorsorge ab. Weshalb das auch und besonders Seniorinnen betrifft, ist im Aktuell zu lesen. Ebenso wie ein Hinweis auf die kommende Tagung der GrossmütterRevolution in Luzern, im Anschluss an die Frühlingstagung weiterführend zum Thema Care. Monika Fischer hat eine Lesung der emeritierten Professorin der Uni Bern, Pasqualina Perrig-Chiello, besucht und schreibt in ihrem Bericht, weshalb ein Tiefpunkt zu einem Glücksfall werden kann.

Monika Fischer, Barbara Bischoff und Marianne Stohler machen sich Gedanken über die Veränderungen von Partnerschaften im Alter. Andrea Fetz und Barbara Bischoff geben einen kurzen Einblick ins RegioForum Zürich. Und schliesslich erinnern sich Barbara Bischoff, Monika Fischer und ich an Zeiten, als das Picknick zur Tradition gehörte. Viel Spass beim Lesen.

Übrigens: Die Frauenweis(s)heiten dürfen weiterempfohlen werden.


Irmgard Bayard und das ganze Frauenweis(s)heiten-Team:
Kontakt und Rückmeldungen: Monika Fischer, fischerabt@bluewin.ch oder Irmgard Bayard, script@quickline.ch


PORTRÄTS: FRAUEN DER GROSSMÜTTERGENERATIONEN

„Das Tanzen ist meine Leidenschaft“

Irmgard Bayard

Die grosse Liebe von Regina Ammann gehört dem Tanz. Noch heute gibt sie Kurse, tanzt im Generationenhaus in Bern mit dementen Menschen und spielt liebend gerne Pétanque. Eigentlich verlief ihr Leben in geordneten Bahnen, doch seit drei Jahren hat sich einiges geändert – unerwartet und ungewollt.

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Aktuell I

Mehr bezahlen – weniger Renten

Irmgard Bayard

Erklärungsversuch zur BVG-Abstimmung vom 22. September
Die bevorstehende Abstimmung über die BVG-Vorlage sieht Änderungen vor, welche vorwiegend negative Auswirkungen auf die Frauenrenten haben werden. Für uns Rentnerinnen bedeutet sie vor allem, noch länger auf den Teuerungsausgleich bei der Pensionskasse warten zu müssen. Deshalb empfiehlt sich ein Nein. Denn ohne die neue Vorlage bleibt mehr Zeit, ein Modell auszuarbeiten, welches die Care-Arbeit Pensionskassen würdig werden lässt.

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Aktuell II
Die Entwicklungspsychologin und eremitierte Professorin der Uni Bern, Pasqualina Perrig-Chiello, las aus ihrem Buch «Own your age» und diskutierte darüber mit dem Gerontologen und Journalisten Beat Bühlmann.

Die Entwicklungspsychologin und eremitierte Professorin der Uni Bern, Pasqualina Perrig-Chiello, las aus ihrem Buch «Own your age» und diskutierte darüber mit dem Gerontologen und Journalisten Beat Bühlmann.

Gestalte dein Leben im Alter selber

Monika Fischer

«Wir sind nicht ein Spielball des Schicksals, sondern können sehr viel tun! Wir sind nie zu alt, um uns zu verändern und an uns zu arbeiten», betonte die Referentin. Über 200 Menschen verfolgten die Lesung und das Gespräch im August im Marianischen Saal in Luzern, organisiert von der Fachstelle Alter und Gesundheit der Stadt Luzern im Rahmen der Lebensreise 2024.

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Aktuell III

Care im Zentrum der Herbsttagung

Monika Fischer

Wir alle wissen es: Ohne die meist unbezahlte Betreuungsarbeit der Mütter, Väter und oft der Grosseltern erreicht kein Kind das Erwachsenenalter. Diese ist unverzichtbar, bleibt jedoch unsichtbar.

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Was mich beschäftigt

Partnerschaft im Alter

Monika Fischer, Barbara Bischoff, Marianne Stohler

Drei Frauen machen sich in «Was mich beschäftigt…» Gedanken über Veränderungen im Alter. Barbara Bischoff versteht nicht, wie man verwitwete Partnerinnen oder Partner nur noch als Anhängsel betrachten kann. Marianne Stohler hat gelernt, in der Partnerschaft verschiedene Sichtweisen als Bereicherung zu akzeptieren. Und Monika Fischer weiss, dass sie die Veränderungen im Alter akzeptieren kann, wie sie sind.

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Vernetzung

RegioForum Zürich

Andrea Fetz und Barbara Bischoff

Vor einigen Jahren ist das RegioForum Zürich entstanden. Wir verzichteten bewusst auf einen möglichen Themenrahmen. Wir wollten einen Stammtisch ins Leben rufen, wo sich alte Frauen informell zum Gespräch im KarlA der/die Grosse am Grossmünsterplatz Zürich treffen können.

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Weisch no?
Foto Archiv Irmgard Bayard-Schärer: Drei Generationen meiner Familie beim stehenden Picknick: von links Grossmami Martha Kölliker, Mami Agnes Schärer-Kölliker und Bruder Beat Schärer neben dem ersten Auto der Familie.

Foto Archiv Irmgard Bayard-Schärer: Drei Generationen meiner Familie beim stehenden Picknick: von links Grossmami Martha Kölliker, Mami Agnes Schärer-Kölliker und Bruder Beat Schärer neben dem ersten Auto der Familie.

Wenn sich der Hunger unterwegs meldete

Irmgard Bayard, Barbara Bischoff, Monika Fischer

Jede Familie hatte ihre eigenen Vorlieben und Traditionen. Sei es bei Wanderungen oder bei Ausflügen mit dem Auto: Das Picknick gehörte bei den meisten Familien auf unterschiedliche Art dazu. Irmgard Bayard, Barbara Bischoff und Monika Fischer erinnern sich.

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