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Frauenweis(s)heiten

Frauenweis(s)heiten im Monat März 2025

Liebe Leserin, lieber Leser

Je düsterer die politische Weltlage, desto wichtiger sind gute Begegnungen, ein Austausch unter Freund:innen und Gleichgesinnten. Und umso mehr geniesst man die Natur, den Sonnenschein und den Frühling. Der Balkon oder Garten wird hergerichtet und das Buch oder die Zeitung kann ab und zu sogar wieder draussen gelesen werden. Zwar sind die Frauenweis(s)heiten ein elektronisches Magazin, aber warum sich nicht mit dem Laptop auf die Bank setzen und die vielseitigen Artikel geniessen?

Brigit Evers Diallo heisst die Frau, über die Monika Fischer ein Porträt verfasst hat. Sie lebt zwischen zwei Welten. In der Schweiz war sie unter anderem im Asylwesen und als Streetworkerin tätig, in ihrer zweiten Heimat Guinea sorgt sie mit ihrem Mann unter anderem dafür, dass Kinder eine Schulbildung erhalten.

In der Rubrik Vernetzungen gibt Monika Fischer einen Ausblick auf die Frühlingstagung der GrossmütterRevolution vom 20./21. Mai in Kappel am Albis. Das Thema: «Wen kümmerts, wer sich kümmert?» Details dazu sind unter www.grossmuetter.ch/agenda zu finden. Von Vernetzungen schreiben auch Marianne Stohler (IG Frauenstimmen Wangen/Brüttisellen), Irmgard Bayard (Frauenstamm Langenthal) und Andrea Fetz (Familie, Freundin, Nachbarschaft).

In «Was mich beschäftigt» macht sich Barbara Bischoff Gedanken zu Abschiedsritualen und Monika Fischer regt sich über die Altersdiskriminierung auf. Kein Wunder, wenn auf der Arztrechnung steht, dass Kinder unter 6 und Menschen über 75 möglicherweise höhere Taxpunkte bezahlen sollen.

Von einer Begegnung der besonderen Art erzählt Bernadette Kurmann. Sie hat im Spital eine «Frau wie ein Berg» getroffen. Das Motto der 87-Jährigen lautete und lautet immer noch: «Du musst immer nach vorne schauen, nicht zurück.» Eine für die Autorin kurze, aber eindrückliche Begegnung. Lesenswert.

Wie die Schriftstellerin Isabelle Kaiser (1866-1925) wiederentdeckt und wiedergelesen wird, davon berichtet Monika Fischer unter «Gesehen und gehört». Und zu guter Letzt erinnern sich Andrea Fetz und Barbara Bischoff an den Frühling ihrer Kindheit.

Viel Vergnügen beim Lesen.

Das Frauenweis(s)heiten-Team Irmgard Bayard, Barbara Bischoff, Andrea Fetz, Monika Fischer, Bernadette Kurmann und Marianne Stohler.


PORTRÄTS: FRAUEN DER GROSSMÜTTERGENERATIONEN
Nach einer intensiven Lebensphase als Mutter, Berufsfrau und vielfachem freiwilligem Engagement setzt sich Brigit Evers Diallo, 74, unter anderem mit dem Bau von Schulen für bessere Lebensbedingungen der Menschen in ihrer zweiten Heimat Guinea ein.

Nach einer intensiven Lebensphase als Mutter, Berufsfrau und vielfachem freiwilligem Engagement setzt sich Brigit Evers Diallo, 74, unter anderem mit dem Bau von Schulen für bessere Lebensbedingungen der Menschen in ihrer zweiten Heimat Guinea ein.

Immer wieder vorwärtsschauen

Monika Fischer

Seit zehn Jahren lebt die dreifache Mutter und sechsfache Grossmutter meistens in Guinea. Dort trägt sie mit ihrem Mann Sadou mit verschiedenen Projekten zur Verbesserung der Lebensgrundlagen der einheimischen Menschen bei. Dazu gehören zwei Schulen, die 250 Kindern kostenlose Schulbildung ermöglichen. Wegen zwei Operationen verbringt Brigit Evers zurzeit mehrere Monate in der Schweiz. In der Reha nach der Rückenoperation erfuhr sie von der GrossmütterRevolution und lernte diese am Stamm in Zürich kennen.

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Vernetzung I
Brainstormen an der Frühlingstagung 2024

Brainstormen an der Frühlingstagung 2024

Zeit für Raum und Wärme

Monika Fischer

Die weltweiten Geschehnisse können in uns Ohnmacht, Ratlosigkeit und Angst auslösen. Doch das bringt uns nicht weiter. «Wenn wir die Welt verändern wollen, müssen wir auch Zeit und Raum für Wärme, Emotionen, Fantasie und Enthusiasmus bereitstellen», schreibt Franziska Schutzbach in ihrem Buch «Revolution der Verbundenheit – wie weibliche Solidarität die Welt verändert». Gelegenheit dazu bieten auch dieses Jahr die Frühlings- und die Herbsttagung des Vereins GrossmütterRevolution.

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Vernetzung II

50 Jahre Frauenstimmrecht. Das muss gefeiert werden!

Marianne Stohler

Das fanden einige Frauen unserer Gemeinde, darunter vor allem auch die Gemeindepräsidentin. Weitere junge und alte Frauen unterstützten dieses Anliegen, so entstand die IG Frauenstimmen Wangen/Brüttisellen.

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Vernetzung III
Generationen von Frauen treffen sich jeweils am dritten Samstagvormittag. Zweite von links: Initiatorin Saima Linnea Sägesser. Foto zvg

Generationen von Frauen treffen sich jeweils am dritten Samstagvormittag. Zweite von links: Initiatorin Saima Linnea Sägesser. Foto zvg

Der Frauenstamm – ein Netzwerk der Generationen

Irmgard Bayard

Dreimal im Monat wird am Frauenstamm in Langenthal diskutiert, politisiert, aber auch viel gelacht. Die Themen sind jeweils ebenso vielfältig wie die anwesenden Frauen.

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Vernetzung IV

In der Familie, als Freundin oder in der Nachbarschaft​

Andrea Fetz

Meine beste Freundin Hanne war 22 Jahre älter als ich, also eine ganze Generation. Zuerst haben wir acht Jahre zusammengearbeitet. Später, nach ihrer Pensionierung, trafen wir uns regelmässig zu Museumsbesuchen oder veranstalteten einen Flicknachmittag. Der Altersunterschied war nie ein Thema, wir empfanden ihn nicht. Leider ist sie achtzigjährig gestorben, und ich vermisse sie immer noch.

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Was mich beschäftigt I

Abschiedsrituale – Es gibt viele Möglichkeiten

Barbara Bischoff

Altershalber befasse ich mich auch mit meinem Sterben. Dabei ist es für mich wichtig, mir Gedanken zu machen, wie ich von dieser Welt verabschiedet werden möchte. Da ich mir keine kirchliche Abdankung vorstellen kann, überlege ich mir verschiedene Möglichkeiten.

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Was mich beschäftigt II
Mit ihrer Kundgebung zeigte die GrossmütterRevolution 2017 mit Fakten auf, dass Menschen im Alter nicht nur kosten, sondern auch viel für die Gesellschaft leisten.

Mit ihrer Kundgebung zeigte die GrossmütterRevolution 2017 mit Fakten auf, dass Menschen im Alter nicht nur kosten, sondern auch viel für die Gesellschaft leisten.

Altersdiskriminierung

Monika Fischer

Mit stockte der Atem, als ich auf der Arztrechnung las, bei Kindern unter 6 und für Menschen über 75 könne ein höherer Taxpunkt pro Minute verrechnet werden. Werde ich da mit Kleinkindern gleichgesetzt?

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Begegnungen

Maria – ein «Berg» von einer Frau

Bernadette Kurmann

Sie kennen folgendes Erlebnis bestimmt: Sie sind in den Bergen, kein Ausblick – alles weiss. Dann, plötzlich, verzieht sich der Nebel, und er steht da, der mächtige Berg: fest und in vollendeter Schönheit. Nach zehn Minuten ist alles vorbei: Nebel. So ein Erlebnis hatte ich mit Maria, einem «Berg» von einer Frau!

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Gesehen und gehört
Die Schriftstellerin Isabelle Kaiser (1866-1925) füllte als extravagante, starke Persönlichkeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit ihren Auftritten Hallen in der Schweiz, in Frankreich, Italien und in Deutschland und geriet nach dem Zweiten Weltkrieg fast in Vergessenheit.​

Die Schriftstellerin Isabelle Kaiser (1866-1925) füllte als extravagante, starke Persönlichkeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit ihren Auftritten Hallen in der Schweiz, in Frankreich, Italien und in Deutschland und geriet nach dem Zweiten Weltkrieg fast in Vergessenheit.​

Die wiederentdeckte Schriftstellerin

Monika Fischer

«Das ist doch schräg, dass ich als Nidwaldnerin bis vor wenigen Jahren noch nie von Isabelle Kaiser hört habe, obwohl sie dort geboren wurde und auch dort starb», meinte Jana Avanzini. Weder im Gymnasium noch später im Studium begegnete die Kulturjournalistin der Schriftstellerin, die nach heutigem Wissensstand sieben Romane, 68 Novellen sowie fünf Gedichtbände herausgegeben hatte.

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Weisch no I?

Geburtstag im Frühling

Andrea Fetz

Es hat seinen Grund, wenn mein Energielevel bei den ersten Krokussen und Narzissen im Garten steigt. Es ist Frühling und mein Geburtstag naht.

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Weisch no II?

Endlich Frühling

Barbara Bischoff

Mit den Frühlingsferien begann meistens die Zeit der langersehnten Kniesocken. Zuerst konsultierte der Vater den Berg ennet dem See. Wenn dort der Schnee geschmolzen war, durften wir die wollenen Strumpfhosen gegen die Kniesocken eintauschen.

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