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Liebe Leserin,
lieber Leser Der vergangene
Sommer hat uns viel abverlangt. Zuerst haben sich viele von uns
sicher über das schöne, heisse Wetter gefreut. Aber mit der Zeit
war es – auf jeden Fall für mich und fast alle in meiner Umgebung
– ziemlich anstrengend. Kaum ein Tag verging, an dem es nicht über
30 Grad warm war. Zur Abkühlung habe ich mir jeweils ein
Frottee-Tuch mit kaltem Wasser in den Nacken gelegt. Auch in den
Nächten fielen die Temperaturen kaum je unter 20 Grad und ein
Abkühlen der Wohnung war fast nicht möglich. Nun ist es
glücklicherweise kühler, aber leider auch später hell. Die Hitze
vermisse ich nicht, aber die Sonnenstrahlen, die mich wecken und die
Vögel, die mir mit ihrem frühmorgendlichen Gesang gute Laune
verbreiteten. Und nun freue ich
mich auf den Herbst, als im Oktober Geborene «meine» Zeit. Das
Wetter ist normalerweise schön, die Temperaturen sind angenehm und
die Menschen entspannter. Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass es
unter uns zahlreiche ältere Menschen gibt, die nicht nur der Hitze
wegen zu Hause bleiben wollen oder müssen, sondern weil sie nicht
mehr so mobil sind. Die Mobilität im Alter haben wir in dieser
Ausgabe zum Thema gemacht.
Mobilität steht
für Beweglichkeit in verschiedenen Lebensbereichen. Im übertragenen
Sinn kann Mobilität geistige Beweglichkeit und Offensein für Neues
heissen. Oder sich räumlich zu bewegen, sei es zu Fuss, mit Hilfs-
oder Verkehrsmitteln. In den anschliessenden Artikeln zum Thema
Mobilität im Alter geht es in erster Linie um die räumliche
Bewegung – aber auch dafür braucht es eine geistige Beweglichkeit.
Denn nicht immer fällt die Umstellung und Anpassung leicht.
Dies zeigen zwei
Erlebnis- und Erfahrungsberichte, einer geschrieben von Diana
Bertschi, einer aufgezeichnet von Christine Künzler. Vom
Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kantons Bern habe ich
Einiges über Fahreignung und Fahrfähigkeit erfahren und wie die
Test ablaufen. Dass Mobilität im Alter auch Teilnahme bedeutet,
davon schreibt Marianne Stohler.
In Vernetzung
schreibe ich vom Aufbau des Feministischen Netzwerkes Oberaargau und
unter «Gesehen, gehört» stellt Marianne Stohler das neue
Begegnungskaffee an Wohnort vor. Gleich zweimal geht es in der
Rubrik «Was mich beschäftigt» um den Abschied vom Autofahren.
Monika Fischer behält den Führerschein noch mindestens zwei Jahre
lang und äussert sich zur Reaktion auf das Postulat einer
Politikerin, die strengere Regeln für ältere Automobilist:innen
fordert. Barbara Bischoff wundert sich über die Argumentation
älterer und alter Autofahrer:innen, warum sie den Ausweis unbedingt
noch behalten müssen. Und zum Schluss erinnere ich mich mit einem
Augenzwinkern ans Fernsehprogramm der 50- und 60-er-Jahre. Gestartet werden
diese Frauenweis(s)heiten wie immer mit einem Porträt. Dieses Mal
hat Monika Fischer Trudy Lötscher-Meier und ihr spannendes Leben
aufgeschrieben. Wir wünschen
Euch viel Vergnügen beim Lesen und freuen uns auf Rückmeldungen
jeder Art an die Co-Redaktionsleitung Irmgard Bayard
(scipt@quickline.ch) und das Team der
Frauenweis(s)heiten, Monika Fischer (fischerabt@bluewin.ch), Diana
Bertschi, Barbara Bischoff, Andrea Fetz, Bernadette Kurmann und
Marianne Stohler
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