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Liebe Leserin, lieber Leser Am kommenden 14. Juni findet neben dem Frauenstreik eine wichtige Abstimmung statt: Die 10-Millionen-Initiative, auch Nachhaltigkeits-Initiative genannt. Diese löst viele emotionsgeladene Diskussionen aus. In einem Artikel vom 29. April plädiert der Ethikprofessor Peter G. Kirchschläger in den Zeitungen von CH-Media für eine Versachlichung der aufgeheizten Asyldebatte. In seiner neuen Studie will er die Relationen mit einem simplen Rechenbeispiel - 12 Asylsuchende pro EU-Gemeinde - geraderücken. Er kritisiert die Instrumentalisierung von Geflüchteten als Sündenböcke und fordert eine Reform der Flüchtlingskonvention, besteht doch seiner Ansicht nach eine unglaubliche Unrechtsituation. «Menschen sterben auf der Flucht und erleben unwahrscheinliche Gewalt und Ausbeutung. Und sie werden ungerechtfertigterweise als Sündenböcke aller nur möglichen Probleme abgestempelt.» Stattdessen fordert Kirchschläger die Lösung realer Probleme wie z.B. das Angehen der wirklichen Gründe für die Wohnungsnot in den Schweizer Städten. Auch gehe es nicht an, Kriminalität zu einem Problem von Menschen auf der Flucht zu machen, was nur Hass schüre. «Zum Vergleich: Im Jahr 2024 hat die EU 100 Milliarden Euro durch schädliche Steuervermeidung von Unternehmen verloren. Darüber gibt es im Vergleich zur Asylthematik kaum einen öffentlichen Diskurs.» Irmgard Bayard schreibt über die verheerenden Folgen der Initiative, die nur mit einem Nein verhindert werden können. Das Thema dieser Ausgabe «Wohnen im Alter» zeigt einmal mehr, wie privilegiert wir in unserem Land sind. Unabhängig von der finanziellen Situation ist Lebensqualität bei verschiedenen Wohnsituationen im Alter möglich. Denn so unterschiedlich wie die Menschen sind ihre Vorstellungen und Bedürfnisse. Im Hinblick auf die richtige Entscheidung ist es wichtig, sich rechtzeitig Gedanken zu machen und entsprechend zu informieren. «Was uns als stärkste Kraft verbindet, ist die Fürsorge, auf der das Leben wächst.» Mit diesen Worten plädierte die Pfarrerin Sybille Forrer in ihrer Fernsehpredigt für mehr Wertschätzung für die Care-Arbeit und bezeichnete das Kind als Prüfstein für Macht. In einem weiteren Bericht von Monika Fischer erfahren wir, wie pensionierte Ärztinnen und Ärzte Menschen ohne Zeitdruck freiwillig beraten. Über die Bedeutung von Humor bei einer Demenz schreibt Barbara Bischoff. Die aktuelle Plakatkampagne «Demenz begegnen» möchte mit Aufklärung Angst abbauen und zu einem natürlichen Umgang mit Betroffenen und ihren Angehörigen anregen. Die Frauen des Regio-Forums Zentralschweiz bekamen bei ihrem Besuch in Willisau Einblick in das Schaffen und Wirken von Mitfrau Marietta Kneubühler und erfuhren im Austausch mit Frauen der Region viel Frauenpower. Im Porträt von Irmgard erfahren wir, wie Marie-Anne Reber-Bernhard als zweifache, früh verwitwete Mutter ihre Leidenschaft für den Flügel bis ins hohe Alter bewahrt hat und lernen zum Abschluss den alten Maibaum-Brauch kennen. Wir freuen uns, wenn Sie beim Lesen der verschiedenen Geschichten auftanken können und wünschen Ihnen in den kommenden Wochen viel Licht und Wärme. Monika Fischer und das Team der Frauenweis(s)heiten, Irmgard Bayard, Barbara Bischoff, Andrea Fetz, Bernadette Kurmann und Marianne Stohler
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