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Liebe Leserin, lieber Leser Hast auch du die wunderbaren Frühlingstage zu Beginn dieses Monats genossen? Dich gefreut über die wärmenden Sonnenstrahlen und über die Vielfalt der Frühlingsblumen: die Schneeglöckchen, die Primeln in zarten Farben, die Buschwindröschen am Waldrand und die leuchtenden Osterglocken. Wie irrational erschienen daneben die Bilder in den Medien von Rauchsäulen über grossen Städten und ganzen Strassenzeilen in Trümmern, die Meldungen von Toten, Verletzten und von Menschen auf der Flucht. «Nicht schon wieder!», hast du dir vielleicht auch gesagt. Und doch gehören einseitige Macht und Gewalt zu unserer Lebensrealität. Nicht nur weit weg in den verschiedenen Diktaturen und Kriegen, sondern auch bei uns im scheinbar friedlichen Alltag. Deshalb beschäftigen wir uns damit auch in diesen Frauenweisheiten.
Barbara Bischoff macht sich Gedanken über die verschiedenen Formen von Gewalt. Im Zusammenhang mit der gestiegenen Zahl an Femiziden ist Gewalt an Frauen bei uns in der Schweiz ein Thema. Irmgard Bayard berichtet über die Fachtagung in Bern, die als Auftakt zu einer SP-Volksinitiative zur Bekämpfung von geschlechtsspezifischer, sexualisierter und häuslicher Gewalt in der Schweiz organisiert wurde. Eine Form von Gewalt ist auch die Altersdiskriminierung. Darüber erfahren wir durch die aktuelle Petition von VASOS, der Vereinigung aktiver SeniorInnen und - Selbsthilfeorganisationen. Wie von Kriegsgewalt betroffene Menschen durch die Verbindung über die Grenzen hinaus Trost finden, schildert Monika Fischer. Diese dankt in Form eines Briefes ihrer Namensvetterin Monika Stocker für ihr neues Buch «Frieden ist ein Tätigkeitwort». Marianne Stohler helfen der Rückzug in die eigene heile Welt und Spaziergänge in der Natur, immer wieder Kraft für den Kampf um eine gerechtere Welt zu finden. In Lebensgeschichten von Frauen der jüngeren Grossmütter-Generation zeigen sich erfreulicherweise die Früchte der Frauenbewegung. Ein Beispiel dafür ist die im Porträt vorgestellte, siebenfache Nonna Mirjam Müller-Bodmer, die als Lehrerin und als Gemeinderätin tätig war und heute als Leiterin der Fachstelle für Altersfragen der Stadt Luzern Projekte für und mit älteren Menschen organisiert. Anlässlich des Weltglückstags vom 20. März regt Irmgard Bayard dazu an, sich gegenseitig mit kleinen Gesten Glück zu schenken. Richten wir in dieser unsicheren Zeit den Blick auf das, was uns freut und stärkt. Das gibt uns die Kraft, dranzubleiben und uns mit Gleichgesinnten zu verbinden im Einsatz für Menschlichkeit, für Gerechtigkeit und Frieden. Monika Fischer Und das Team der Frauenweisheiten Irmgard Bayard, Barbara Bischoff, Andrea Fetz, Bernadette Kurmann und Marianne Stohler
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